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Alaskas wilde Lachse

Sieben Lachsarten leben im pazifischen Raum. Sie gehören alle zur Gattung Oncorhynchus (griech. onco – Haken, rhinos – Nase). Ein Name, der auf die Verformung des Oberkiefers der Tiere zur Laichzeit anspielt. Von den sieben Arten sind fünf in Alaska beheimatet. Dies sind King, Coho, Sockeye, Keta und Pink. Die beiden anderen pazifischen Wildlachse (Cherry, Satsukimasu) laichen in Asien. Alle fünf Alaska-Lachsarten haben einen typischen Lebenszyklus. Sie werden im Süßwasser geboren und wandern später ins Meer ab. Ab hier heißt es:

Fressen und nicht gefressen werden.

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So wachsen die Tiere rasch heran. Bei ihrer Suche nach Nahrung ziehen manche Lachse tausende Kilometer im Nordpazifik und in der Beringsee umher.

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Der wilde Lachs ist ein Feinschmecker

Während die gezüchteten Verwandten sich mit Trocken-
futter, Vitaminzusätzen und beigemengten Speisefarbstoffen begnügen müssen, ist der Wilde Lachs ein Feinschmecker in Sachen Meeresfrüchte.

Seine bevorzugte Nahrung sind rosarote Shrimps, zarte Krebse und kleine Fische. Deren Xanthophylin verleiht dem feinen, fettarmen Wildlachsfleisch auf natürliche Art seine lachsrote Farbe.

 

Die Rückwanderung

Je nach Art halten sich die Lachse unterschiedlich lange im eisigen Meer auf, bis sie die Geschlechtsreife erlangen und die Rückwanderung zu ihren Laichplätzen im Süßwasser antreten. Der Aufstieg in den Flüssen erfolgt mit erstaunlicher Regelmäßigkeit, die Tiere sind auf die Woche genau vorhersagbar.

Wenn die Lachse ins Süßwasser zurückkehren, stellen sie die Nahrungsaufnahme ein und zehren von den Nährstoffreserven, die sie sich im Meer angefressen haben.

Unter dem Einfluss von Geschlechtshormonen, deren Konzentration im Blut immer stärker ansteigt, verändern sich Körpergestalt und Färbung auf charakteristische Weise. Die Kiefer wachsen und werden hakenförmig. Je nach Reifegrad bleiben die Lachse unterschiedlich lange im Fluss, bis sie schließlich kurz vor der Paarung die eigentlichen Laichplätze aufsuchen.

An geeigneten Stellen schlägt das Weibchen mit der Schwanzflosse eine Grube ins Kiesbett, in die sie ihre Eier ablaicht. Sie werden sofort von einem oder mehreren Männchen befruchtet, die in der Nähe des Nestes warten. Die Eier im Laichnest werden vom Weibchen mit Kies bedeckt.

Damit schließt sich der Lebenskreis der Lachse.

Nach ein bis zwei Wochen sterben die Tiere oder – nach dem Verständnis der Inuits (Indianer) – wechseln sie die Welten.

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